Illusion

lllusion
Semilight der in der  Mitte der EN - B Gleitschirmklasse ist.

Motto:
" Fly in Peace"
Platziert zwischen der Muse 4 und dem Eden 6 vervollständigt  der Illusion  unser Sortiment. Er ist ein Semileichter Gleitschirm, der für die  meisten Piloten geeignet ist.

Sowie der Elan, einen ausgezeichneten Ruf gewonnen hat, sind wir der festen Überzeugung, dass der Illusion in der Kategorie EN B ihn übertreffen wird. Er profitiert von der neuesten Technologie und Entwicklung des Elan und des Eden 6.

Wenn  sie auf der Suche nach Fortschritt in Ihrer fliegerischen Karriere sind, und sie die ersten Flugerfahrungen mit einem Schulgleitschirm gemacht haben, dann ist der Illusion der richtige Gleitschirm für sie.

Man könnte denken, dass wir jetzt den Illusion in die  Low - End - B Klasse stecken würden.

Das würde seine außergewöhnliche Leistung nicht entsprechen. Von den ersten Thermik -Flügen bis zu langen XC - Abenteuern bietet der Illusion  beeindruckende abrufbare Leistung und hohe Stabilität.

Beim Start, im Flug und während der Landung wird er immer so reagieren, wie Sie es erwarten. 

Der Illusion überzeugt durch präzises Handling und glänzt mit hohem Wohlfühlfaktor in der Luft. Der Illusion hat  auch noch bei geringer Belastung ein exaktes Handling.
Sorgfältig ausgewählte Materialien garantieren Langlebigkeit und die Leinengeometrie ist so ausgelegt, das man jahrelang ohne Trimm-tuning auskommt. Das geringe Gewicht läßt Hike & Fly -Touren ebenso zu, wie größere XC- Biwagflug Abenteuer.

Viele erfahrene Piloten waren überrascht vom guten gleiten des Illusion `s, als wir beim Testen mit dem Prototyp XC-Flüge machten. Wir waren sehr zufrieden, weil wir bereits wussten, wie komfortabel und dämpfend der Illusion in der aktiven Luft ist. Ähnlich dem Elan.






 

  Illusion
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Zoom flat [%] 88 92 96 100 104 109.5
Area flat [m2] 21.64 23.65 25.75 27.94 30.22 33.5
Area projected [m2] 17.81 19.47 21.2 23 24.88 27.58
Span flat [m] 10.75 11.24 11.73 12.22 12.71 13.38
Aspect ratio flat 5.34 5.34 5.34 5.34 5.34 5.34
Root cord [m] 2.53 2.64 2.76 2.87 2.98 3.14
Cells 52 52 52 52 52 52
Weight [kg] 4.1 4.35 4.6 4.85 5.1 5.45
Weight range [kg]* 60-77 70-90 78-100 85-110 105-130 115-145
Weight range [lbs]* 132-170 154-198 172-220 187-243 231-287 254-320
Min. speed [km/h] 23-25 23-25 23-25 23-25 23-25 23-25
Max. speed [km/h] 37-39 37-39 37-39 37-39 37-39 37-39
Top speed (accelerator)[km/h] 48-49 48-49 48-49 48-49 48-49 48-49
Glide ratio +9.8 +9.8 +9.8 +9.8 +9.8 +9.8
Min. Sink rate[m/s] 1.05 1.05 1.05 1.05 1.05 1.05


 * pilot equipped = weight naked + cca. 20 kg (44 lbs)

 

Sonderfarben auf Wunsch möglich.


                           Testbericht vom Thermik Magazin

 

Mac Para Illusion
Fazit

(genommen vom Thermik Magazine Intermediatetestival 2017)

Sowohl optisch als auch gefühlt ist er am meisten, was man als Intermediate bezeichnen könnte. Er besitzt ein ruhiges, Vertrauen erweckendes Flugbild, ist aber dennoch nicht unsensibel und hat ein erfrischend leichtgängiges, exaktes und reaktionsfreudiges Handling, das keinen Kritikpunkt zulässt. Auch leistungsmäßig fühlt sich der Illusion überzeugend an. Darüber hinaus ist er mit 4,6 kg der leichteste Schirm im Testfeld und damit auch wie geschaffen für Abenteuer abseits von Seilbahn oder Straße.

Der Illusion war klare Favorit  e clear favorite for the majority of the testers!

1. Mehr Zellen für mehr Gleitschirmfliegen! Die Illusion ist ein sensationeller Flügel!
2. Toll ausballanciert und drehfreudig.
3. Der Illusion bietet das gelungenste Gesamtkonzept und langstreckentauglichere Steuerdrücke.

Der Mac Para Illusion war der klare Favorit für die Mehrheit der Testpiloten!

Mac Para Illusion

 

TESTIVAL  BASISINTERMEDIATES i1
EINSTEIGERINTERMEDIATEKLASSE

Einsteiger-Intermediates haben das Vorurteil abgelegt, langweilig oder leistungsschwach zu sein und sich zu einer bedeutsamen Klasse gemausert. Wir konnten fünf neue Modelle ausführlich testen ...

1) KONSTRUKTION, MATERIALIEN, DESIGN

1.1 Größen
Die Piloten des THERMIK-Testteams liegen alle im Startgewichtsbereich zwischen 90-105 kg - was ohnehin die repräsentativsten Größen abdeckt. Die Demos wurden daher bevorzugt in dieser Größe ausgewählt - mit einer Ausnahme: Beim Epic von BGD haben wir zum M (75-95 kg) gegriffen, da der ML mit 90-110 kg doch etwas zu groß erschien.
1.2 Flächen & Gewichtsbereiche
Apropos groß: Groß ist trotz herkömmlichem Gewichtsbereich vor allem ein Schirm: Der Arcus RS hat mit 27 m2 (23,3 projiziert) um ein bis zwei Quadratmeter mehr als die anderen Modelle. Damit niemand durch den Rost fällt hat Swing für die zentrale Gewichtszielgruppe um die 100 kg die zwei mittleren Größen nah beieinander - der S geht von 70-95 kg. Der Kleinste in der Runde ist der Epic, der etwas unter 25 m2 bleibt. Den größten Gewichtsbereich deckt der Vita 2 ab, der Piloten von 50-145 kg mit sechs Größen bedient. Auch den Illusion gibt es in sechs Größen, alle anderen kommen mit fünf Größen aus.
1.3 Gewicht
Der leichteste Schirm im Testfeld ist trotz seiner vielen Zellen der Mac Para Illusion. Durch den Einsatz leichter Tücher (u.a. das Skytex 27) wiegt er nur 4,6 kg und ist damit ein Semileichtschirm. Das andere Ende der Skala markiert der Vita 2 — er drückt satte 5,8 kg auf den Rücken des Piloten. Wer es leichter möchte, kann zur Leichtversion greifen - der Vita 2 Light M wiegt lediglich 3,9 kg.
1.4 Kappe
Die Schirme sind klassengemäß mit 40-43 Zellen alle „grob aufgelöst“, mit einer Ausnahme: Der Illusion hat 52 Zellen, er reicht optisch (wie auch vom Flugfeeling her) weiter in die B-Klasse hinein. Bei der Streckung teilen sich offensichtlich die Philosophien der Hersteller: Während Illusion und Vita 2 beide mit 5,34 alleine von ihrer Outline augenscheinlich Intermediates sind, könnte der Epic mit Streckung 5 schon fast ein A-Schirm sein.
Seitens individueller Features hat das Testfeld Einiges zu bieten: Swing verbaut in ihrem Arcus RS das RAST 2.0-System aka „die Wand“ - ein Schottwand- system, das den Schirm über die gesamte Spannweite in zwei Kammern teilt. Das soll dem Start- und Klappverhalten zugute kommen und auch Handlingsvorteile ergeben.
Eine andere Auffälligkeit findet sich am Pandion: Er besitzt Rigid Foils in der Eintrittskante. Jene Versteifungen der Profilnase zwischen den Rippen sollen das Eindellen und Flattern derselben - vor allem im Schnellflug - unterbinden.
Der Epic macht gleich in mehrerlei Hinsicht auf sich aufmerksam: Einerseits mit dem knallbunten Polygon- bzw. Dreiecks-Design, das dem kunterbunten Vogel einen sensationellen Look verpasst - so man΄s mag. Andererseits durch das von BGD bekannte Cord Cut Billow - jenem schiefen Segelschnitt an der Profilnase, das Faltenbildung an den Rippen weitgehend verhindern soll. Sehr markant fällt übrigens die Shark Nose am Epic aus - das Untersegel ist deutlich abgesetzt, um konstant hohen Innendruck über alle Anstellwinkel zu generieren.
Auch in diesem Punkt sind sich die Konstrukteure offenbar uneins - während Epic, Pandion und Illusion eine Shark Nose besitzen, ist die Profilnase an Vita 2 und Arcus RS klassisch ausgeführt.
1.5 Leinensetup
Auch bei den Leinensetups kommen verschiedene Philosophien zum Tragen: Extrem sparsam aufgehängt (<100 Aufhängungen) sind der Pandion und vor allem der Epic, den lediglich vier kurze Stützleinen auf eine vierte Ebene vom reinen Dreileiner trennen. Währenddessen sind Arcus RS und vor allem der Vita 2 üppig mit Galerieleinen ausgestattet. Interessant ist, dass der Vita 2 umgekehrt nur sieben Anlenkpunkte für die Bremse benötigt - so wenig wie kein anderer Schirm - was sich beim Bremsen auch optisch bemerkbar macht. Im Unterschied zum letztjährigen il-Testival (THERMIK 6_2016) sind dieses Jahr unum- mantelte Galerieleinen in der Minderheit: Nur Arcus RS und Illusion haben unummantelte Aramid in den oberen Stockwerken, alle anderen Modelle besitzen komplett ummanteltes Leinenmaterial.

2) START

Hinsichtlich des Startverhaltens waren wir vor allem auf den Arcus RS gespannt, immerhin verspricht Swing durch „die Wand“ besonders gute Starteigenschaften und ein Ausbleiben von Aushebel- und Schießtendenzen im Starkwind. Tatsächlich konnten wir feststellen, dass die Füllung der Kappe durch das Schott verzögert vonstatten geht, was eine langsamere Ausformung des Profils und damit ein verzögertes Einsetzen von Auftrieb zur Folge hat.
Im Starkwind war der Arcus RS damit trotz seiner enormen Fläche gut zu bändigen, mitunter auch aufgrund der hohen Spurtreue beim Hochkommen. Später sollte er auch bei Nullwind beweisen, dass er ein guter Starter ist. Der Pandion besitzt mit sieben Stammleinen pro Seite das übersichtlichste Leinensetup
und mit 92 Loops die geringste Anzahl an Aufhängungen im Testfeld. Dieses spartanische Setup kommt dem Startverhalten nur bedingt entgegen - der Pandion füllt gut, benötigt aber vor allem anfangs einen starken Impuls und saubere Führung, da er erst etwas hängt und um die Hochachse drehen kann. Im oberen Drittel beschleunigt er spürbar und sollte dann vor allem bei Starkwind dosiert angebremst werden. Um die Hochachse drehen kann auch der Epic in Maßen, das ist jedoch kaum störend, da er auch ohne allzuviel Input gut hochkommt, sauber abstoppt und seitens seines Startverhaltens ganz generell ein A-Schirm sein könnte. Über die Bremsen hat man den Epic sogleich gut in der Hand. Er ist reaktionsfreudig und bietet bei Groundhandling-Spielchen einen hohen Spaßfaktor, ohne zu überfordern.
Der Vita 2 kommt gemächlich, aber verlässlich hoch, bewegt sich auf allen Achsen etwas langsamer als die anderen und zeigt auch etwas trägere Reaktionen auf Korrekturen. Trotzdem: Er lässt sich sehr einfach starten.
Der Illusion von Mac Para kommt am flottesten nach oben, bremst sich aber auch brav ein. Nach einem Kürzen der zu lange eingestellten Bremsen liegt der Illusion super in der Hand, unterschneidet nicht, bricht nicht aus und bietet das feinste Starthandling.

3) FLUG

Wir hatten das Glück, drei sensationelle Testtage im norditalienischen Fluggebiet Meduno zu erwischen. Jeder der Tage bot 6-9 Stunden Airtime und um die Mittagszeit Aufwinde bis knapp 7 m/s. Der Wind am Startplatz war dementsprechend - teilweise mit + 30 km/h - zu stark zum starten, die Turbulenzen eines anständigen Testivals würdig. Ideal - so konnten wir in versammelter Mannschaft alle Schirme durchwechseln und effizient auf Herz und Nieren testen.
3.1 Thermikflug
So quietschvergnügt wie er bunt ist fliegt sich der Epic. Trotz seiner geringen Streckung und etwas pummeligen Optik ist der Epic der quirligste Vertreter im Testfeld. Er lässt sich mit seinen kräftigen Bremsen superexakt, eng und rasch in den Aufwind drehen und nimmt enge Bärte wie selbstverständlich. Sein Rezept: Hohe Pitchdämpfung, geringe Rolldämpfung. Das ergibt einen wunderbar wendigen Flügel, der trotzdem nicht nervös wirkt - vor allem, zumal man die Fläche nie einbremsen oder gar stützen muss.
Wendig ist auch der Pandion, der in schwachen bis moderaten Aufwinden angenehm zu fliegen ist. Werden die Aufwinde stärker, so kann der Pandion schon mal seitlich zu schieben beginnen. Er besitzt lange Bremswege, wobei der Druckpunkt relativ wenig ausgeprägt ist. In heftigen Bedingungen konnten wir auch manchmal feststellen, daß der Pandion aus stärkeren Aufwinden heraushebelt und nur durch entschlossene Inputs daran gehindert werden kann. Der Pandion ist prinzipiell stabil, hin und wieder kann er sich zu Pitchausschlägen hinreissen lassen, die man abfangen sollte, bevor der Flügel unterschneidet. Trotzdem - hat man mit dem Pandion mal in eine Thermik eingefädelt, dreht der Intermediate eng und schnell nach oben.
Sehr angenehm fällt das Kurbeln mit dem Vita 2 aus: Er ist der gemütlichste Vertreter des Testfeldes, superweich und langsam drehend, aber dennoch nicht unwendig. Besonders bei höherer Beladung kann er ein wenig rollen, was aber kaum als Unruhe ausgelegt werden kann. Der Vita 2 will generell flach und in größeren Kreisen drehen, kann aber auf Wunsch auch zu engeren Turns überredet werden, sofern der Pilot die schwellenden Steuerkräfte überwindet. Um eng einzudrehen benötigt der Flügel ein bisschen Zeit, entschlossene Gewichtsverlagerung auf die Innenseite und eine starke Hand. Wie alle anderen Modelle (bis auf den Illusion) kann auch der Vita 2 ein bisschen nach hinten nicken, wenn er in starkes Steigen einfliegt — kann aber durch seine hohe Dämpfung getrost völlig von der Leine gelassen werden und genüsslich auch durch „schwere Lüfte“ gesteuert werden.
Ein vorzüglicher Flachdreher ist auch der Arcus RS, bei angenehmeren Bremsdrücken allerdings, die erst gegen Ende anschwellen. Er fliegt intuitiv, ist wendig und bleibt trotz eines unterschwelligen Aufrichtemoments ruhig in der Kurve liegen. Der Arcus RS kann mit wenig Bremseinsatz gezirkelt werden - vorzugsweise flach, wohlgemerkt. Wenn es wirklich mal enger werden soll, muss man den Arcus doch ein wenig zwingen.
Der Illusion bietet das exakteste Handling, den besten Durchzug, das feinste Drehverhalten bei den geringsten Steuerkräften und den kürzesten Steuerwegen. Die Kappe besitzt einen hohen Innendruck, schiebt und gräbt nicht und nimmt Aufwinde sehr neutral an. In der Thermik spielt der Illusion alle Stücke - er dreht willig und in jeder beliebigen Schräglage, bleibt stets sehr neutral und laufruhig und behält dennoch den Schwung, der ihm beste Steigergebnisse beschert. Da er zudem sehr verzeihend und überschaubar ist, ist er nicht nur für geübte Piloten, sondern auch für Einsteiger eine ideale Wahl.
3.2 Feedback, Eigenleben
Alle fünf Kappen haben einen ausgeprägten Kappendruck, der kaum Verrenkungen zulässt. Der Pandion besitzt eine etwas geringere Spannung und kann schonmal ein wenig „atmen“ und in sich arbeiten, was sich auf der Bremse ein bisschen indifferent anfühlt, aber ansonsten nicht weiter stört. Das Feedback der Kappen fällt klassentypisch eher gedämpft aus - am deutlichsten zeigt noch der Arcus RS an, der ein gutes Feeling für den Bart vermittelt. Alle anderen sind eher stabil als feinfühlig.
3.3 Dynamik und Durchzug, Funfaktor
Durch ihre hohe Wendigkeit sind die verspieltesten Flügel im Testfeld Illusion und vor allem der Epic. Er ist der quirligste Schirm, der quasi aus dem Geradeausflug in den Wing- over gezogen werden kann. Dynamisch ist er aber nicht - aufgebaute Energie verpufft im Handumdrehen, sodass sich der Flügel auch immer gleich wieder beruhigt. Spürbar mehr Power stecken im Illusion und interessanterweise auch im an sich gemütlichen Vita 2. Letzterer lässt bei korrektem Timing sogar richtig „erwachsene“ Wingover zu. Zusätzliche PS schlummern ebenfalls im Arcus RS, der sie allerdings gut versteckt: Zu hohen Ausschlägen muss man den Flügel doch ein wenig zwingen. Er fliegt sich viel eher effizient und manierlich als quirlig und verspielt. Auch der Pandion lässt hohe Wingover zu.
3.4 Flugruhe und Stabilität, Extremflugverhalten
Der Pandion kann sich in stärkeren Bedingungen schon mal etwas „hibbelig“ anfühlen. Durch die geringere Pitchdämpfung benötigt er etwas Zuwendung durch den Piloten. Trotzdem: Stabil ist er. Wer zudem etwas Freestyle und Acroaffin ist, wird mit der hohen Wendigkeit echte Freude haben!
Die geringe Rolldämpfung macht sich in Turbulenzen auch beim Epic bemerkbar - jedoch kaum auf beunruhigende Weise und ohne wirkliches Eingreifen zu erfordern. Die größte Flugruhe und Dämpfung gibt es beim Arcus RS und Vita 2.
Bei den Klappern zeigten alle Modelle klassentypische Reaktionen - mit zwei kleinen Ausnahmen: Der Arcus RS ist durch hohe Kräfte auf den A-Leinen extrem schwer einzuklappen, wofür wohl das RAST-System verantwortlich ist. Der Epic zeigte beim provozierten Frontklapper eine hohe Einklapptiefe und zögerliche Öffnung mit großem Höhenverlust. Dazu gehört gesagt, dass die Turbulenz gefunden werden muss, die den Epic einzuklappen vermag ...
3.5 Beschleunigter Flug
Im Trimspeed liegen alle fünf Modelle nah beieinander. Beim Endspeed hingegen gliedert sich das Feld in drei vergleichsweise schnelle Modelle (Arcus RS, Epic, Illusion) sowie zwei etwas langsamere Modelle (Vita 2 und Pandion) Die benötigten Kräfte zum Beschleunigen fallen alle moderat aus, einzig der Illusion kommt mit einem etwas gemäßigteren Druck aus.
Obwohl keiner der Schirme Griffe zum C-Stee- ring besitzt, haben wir es mit allen ausprobiert. Gut funktionieren Epic, Arcus RS und Illusion
- sie können mithilfe der C-Gurte im beschleunigten Flugzustand gut gelenkt und gegebenenfalls zum Stützen etwas gewölbt werden, ohne die Bremsen ins Spiel bringen zu müssen und dadurch an Speed einzubüßen. Auch beim Vita 2 funktioniert es - die Kräfte sind jedoch sehr hoch - wohl durch die vielen Aufhängungen an C- und D-Ebene. Der Pandion wirft sogleich eine sichtbare Falte - C-Steering ist nicht empfehlenswert.

4) ABSTIEGSHILFEN

4.1 B-Stall
Alle Modelle stallen vorbildlich und keiner zeigt irgendeine Art von Verrenkung. Beim Arcus RS fallen die Kräfte jedoch relativ hoch aus, sodass das Manöver nicht zweckdienlich erscheint. Beim Exit schießt der Illusion am weitesten vor, was aber kein Problem darstellt, wenn man darauf gefasst ist.
4.2 Ohren anlegen
Zum Anlegen der Ohren ist beim Epic, Arcus RS und Pandion hoher Kraftaufwand nötig. Die größten Ohren mit hohen Sinkwerten realisiert der Pandion - wohl durch das Leinensetup mit nur zwei A-Stammleinen pro Seite. Eine vernünftige Fläche klappen auch Arcus RS und Illusion herein, während das Manöver beim Epic und Vita 2 nur mäßige Effizienz besitzt. Die Ohren öffnen bei allen Testkandidaten selbstständig, nur beim Arcus RS können sie etwas verzögert aufmachen oder gar einen Input auf den Bremsen erfordern.
4.3 Steilspirale
Das wichtigste Abstiegsmanöver - die Spirale
- ist am schnellsten mit dem Epic oder dem Illusion eingeleitet. Auch der Arcus RS baut recht schnell hohe Sinkwerte auf, bleibt aber dabei immer sehr überschaubar. Den Pandion muss man erst ein wenig drücken, ehe auch er in eine saftige Spirale bohrt. Der Vita 2 wehrt sich deutlich gegen die Spirale und versucht tendenziell wieder aufzurichten. Er muss mit entschlossenem Bremsdruck in der Spirale gehalten werden. Alle fünf Modelle besitzen ein Aufrichtemoment, am ehesten dreht der Illusion etwas nach.

5. FAZIT

AirDesign Vita 2
Nach dem Easy ist der Vita 2 ein weiterer Schirm aus dem Hause AirDesign, der sich so bequem „wie ein Sofa“ anfühlt. Relaxt durch die Lüfte cruisen und dabei auch noch richtig schick aussehen - das kann der Vita 2 am besten. Obwohl alles etwas langsamer vonstatten geht, ist das Handling alles andere als langweilig! Der Vita 2 ist äußerst angenehm und eine gelungene Bereicherung in der Klasse.
BGD Epic
Der Epic ist wirklich episch! Er ist das Spielzeug unter den Einsteigerintermediates, das Handling ist optimal - ein Funflügel mit wenig Streckung und hoher Wendigkeit aber geringer Dynamik. Das macht ihn einerseits einfach und intuitiv zu fliegen als auch sehr verspielt
- für schreckhafte Anfänger mitunter etwas zu lebendig. In der Thermik funktioniert der Basisintermediate ganz ausgezeichnet - man muss nie gegen den Flügel arbeiten sondern fühlt sich stets unterstützt. Vor allem in starker Thermik, turbulenten Bedingungen und selbst „auf Gas“ spielt der Epic seine Trümpfe aus: Einerseits durch eine schier unzerstörbare Fläche, andererseits durch eine Wendigkeit, die selbst in gruseliger Luft niemals schwindet.
Icaro Pandion
Der Pandion von Icaro ist ein wendiger, sicherer Schirm, der vor allem in schwachen bis mäßigen Bedingungen hervorragend funktioniert. Er ist wendig, drehfreudig und dabei bockstabil. Das macht ihn auch für Freestyle und Acro- affine Piloten interessant. Beim Startverhalten gilt es für den Pilot zu beachten, daß die Kappe zuerst etwas langsam steigt, dann aber schnell über den Piloten kommt. In turbulenteren und stark thermischen Bedingungen braucht der Pandion ein wenig Eingewöhnung aufgrund seiner etwas indifferenten Steuercharakteristik, was dann kein Problem mehr macht.
Die Stärken des Pandion liegen in seiner guten Drehfreudligkeit und seinem Steigverhalten, wenn man mal eine Thermik am Haken hat. Der Pandion ist ein lustiger Geselle mit fetzigem Design, für Gelegenheitspiloten und Sicherheitsbewusste, die anders sein wollen ...
Mac Para Illusion
Sowohl optisch als auch gefühlt ist er am meisten, was man als Intermediate bezeichnen könnte. Er besitzt ein ruhiges, Vertrauen erweckendes Flugbild, ist aber dennoch nicht unsensibel und hat ein erfrischend leichtgängiges, exaktes und reaktionsfreudiges Handling, das keinen Kritikpunkt zulässt. Auch leistungsmäßig fühlt sich der Illusion überzeugend an. Darüber hinaus ist er mit 4,6 kg der leichteste Schirm im Testfeld und damit auch wie geschaffen für Abenteuer abseits von Seilbahn oder Straße.
Swing Arcus RS
Der Arcus RS zeichnet sich durch mehrerlei Charakteristika aus: Einerseits durch seine hohe Stabilität, die von dem RAST-System auch bei eventuellen Störungen zusätzlichen Schutz erfährt. Andererseits zeigt der Arcus ein rundum ruhiges Flugbild mit ausgezeichneten Flach- dreheigenschaften und überzeugenden Steigergebnissen. Vom Gelegenheitsflieger bis hin zu ersten kleinen Streckenflügen - der Arcus RS macht's jedem recht.
 

 




Erfahrungsbericht von Jürgen Karthe

Startverhalten (angenehm einfach):

Der Illusion lässt sich aus allen Lagen einfach starten. Das Profil füllt sich gut und gleichmäßig über die gesamte Spannweite. Sodann lässt es sich bereits in der Aufziehphase leicht korrigieren und ist nur wenig seitenwindanfällig. Bei gerader Auslegung konnte kein Vorwandern der Ohren beobachtet werden, was bei der geringen Streckung auch nicht zu erwarten ist.

Das Segel steigt verlässlich und ohne Verzögerungs-/ oder Beschleunigungstendenz in den Zenit. Dabei benötigt es nur wenig Zug. Vorschießtendenzen konnte ich auch bei starkem Wind nicht feststellen, was sehr angenehm und stressfrei ist (sehr pitchneutral). Stets blieb das Segel für eine ausreichend lange Zeit im Zenit stehen und beschleunigte erst bei Freigabe der Bremsen.

All das macht den Illusion zu einem vorbildlichen Starter, der auch grobmotorische Pilotenvorgaben weitgehend verzeiht und dem Einsteiger und Groundler schnelle Fortschritte im Umgang mit dem Segel verspricht.


Allgemeines zum Flug (angenehm einfach) :

Der Schirm macht das, was er können soll und das überzeugend gut.
Das Handling ist angenehm direkt, die Kalotte nimmt Steigen sehr gut an (im direkten Vergleich mit dem Mentor 4 und Eden 6 sogar ohne merklichen Unterschied ). Stets konnte ich im Vergleich mit höher klassifizierten Schirmen mithalten. Im Soaring und Thermikflug bemerkte ich kaum Klassenunterschiede.

Fluggefühl (sehr zuverlässig und ruhig):

Der Illusion vermittelte auf Anhieb ein sehr verlässliches und stabiles Fluggefühl. Er carvt angenehm stabil in die Aufwinde und stellt sich hierbei kaum auf. Steigen nimmt der Flügel sehr gut an. Das Segel ist sehr nickstabil.

Stärkere Turbulenzen zeigt die Kalotte gedämpft über die Tragegurte an. Auch die Bremsen geben bedingtes Feedback.
Bei härteren Einwirkungen, welche an anderen Segeln bereits Entlastungen verursachen würden, sind über den Tragegurt des Illusion deutliche, aber gedämpfte Ruckler vernehmbar - die weniger gestreckte und mittelhart wirkende Kappe bleibt jedoch auf Kurs und sehr klappresistent und ist sehr vertrauenserweckend. Ich hatte auch in harten, bockigen Bedingungen keinerlei Entlastungen - lediglich diese leichten, stoßähnlichen Wahrnehmungen im System. Ich empfand diese Eigenschaft als sehr angenehm.

Es weist darauf hin, dass Entlastungen nur bei wirklich sehr harten und groben Bedingungen auftreten können. Ansonsten schluckt die Kappe alles weg – gibt aber deutliche Rückmeldung an den Piloten.

Technische Daten und Messwerte im Flug (klassenspezifisch):

Die Trimmspeed wurde von mir mit 36 – 38 km/h gemittelt
Halb beschleunigt ergab eine ca. 0,5 m/s Zunahme des Sinkens - bei 7-8 km/h Fahrtzunahme.
Die Maximumspeed wurde mit ca. 48 km/h gemittelt (Rolle auf Rolle) Hierbei nehmen die Sinkwerte auf 2,5 – 2,7 Meter zu.

Das Sinken im Trimmspeed betrug in ruhiger Luft zwischen 1,0 und 1,1 m/s.

Provozierte Einklapper:

Das Profil des Illusion ist erstaunlich stabil und es ist nur sehr schwer einzuklappen - aufgrund der Segelspannung und fehlendem Pitch (sehr neutral) ist der Illusion sehr frontstallresistent - Schafft man es trotzdem, so öffnet ein Frontstall impulsiv, jedoch ohne großes Abkippen oder anderer Folgereaktionen . Seitliche Einklapper (wenn sie denn vorkommen mögen) waren ebenfalls unspektakulär. Der Schirm dreht nur moderat ab, bzw. behält bei Piloten-Korrektur seine Richtung gut bei. Alle Manöver sind für den Piloten sehr überschaubar und wenig fordernd - Angelegte Ohren öffnen selbständig und weich - Zelle für Zelle. Aufgrund der geringen Streckung sind Verhänger nach Entlastungen nahezu ausgeschlossen.

Dynamisches Hangsoaren:

Erstaunlich am Illusion ist die sehr präzise und direkte Lenkung. Das Segel dreht im Arbeitsbereich flach und bedarf nur wenig Kraftaufwand - ab ca. 40 cm Zugweg kann man es aber auch dynamisch abtauchen lassen – ab hier nimmt auch der leistbare Kraftaufwand zu.. Die Überfahrt wird dabei sehr gut in Höhe umgesetzt, was für eine sehr gute Aerodynamik des Segels spricht. Im Arbeitsbereich bis 30 cm weist der Illusion geringe Steuerkräfte auf, die danach markant ansteigen - das Segel ist im Arbeitsbereich wendig und direkt.
Gewichtsverlagerung hat weniger Auswirkung als bei höher gestreckten Schirmen - der Illusion lässt sich besser über die Bremsen manövrieren, benötigt aber aufgrund der direkten und exakten Umsetzung der Lenkvorgaben keine Kniffe und Tricks - dreht flach und überschaubar - und schiebt nicht.

Das Segel kann in der Exaktheit und im Steigverhalten mit höher klassifizierten Schirmen mithalten.

Thermik:

Das Segel ist sehr präzise in den Aufwind zu setzen und benötigt aufgrund der Stabilität über Längs-/ und Querachse kaum Nachzentriermanöver - es dreht bei Lenkvorgaben bis 30 cm jederzeit flach, sollte aber an der Außenbremse nur wenig Zug erhalten, da sonst eine unerwünschte Trägheit erzielt wird.

Aufgrund der hohen Flugruhe weist das Segel einen hohen Genussfaktor auf. Die Kappe zeichnet eine hohe Neutralität auch bei etwas böigeren Bedingungen aus. Thermikein-/ und -ausflug gestalteten sich neutral. Die Kappe pflügt willig und spurtreu durch die Lüfte.

Spirale und schnelle Kurvenwechsel:

Trotz hoher Stabilität um die Querachse, lässt sich der Illusion sehr präzise und gleichmäßig aufschaukeln, so dass schnell auch höhere Beschleunigungskräfte erreicht werden können. Das Segel stabilisiert sich selbständig und schnell wieder und geht in den sehr stabilen Richtungsflug über.

Die Einleitung einer Steilspirale gestaltete sich weniger einfach, aber dafür markant zielgruppenorientiert. Allein über die Bremse, welche ab ca. 40 cm Zugweg deutlich an Kraftaufwand fordert, waren nur schwer starke Kurvenbeschleunigungen und erhöhte Sinkwerte erzielbar. Auch die Hinzunahme der Gewichtsverlagerung änderte an dieser Charakteristik nicht viel, da der Schirm hierauf wenig empfindlich reagiert.

Das vorherige Aufschaukeln des Schirms ist bei einem beabsichtigten Spiralflug mit dem Illusion unabdingbar, um wirklich hohe Sinkwerte, ohne übermäßigen Kraftaufwand einsetzen zu wollen. Das Verhalten in der Spirale ist anfängertauglich, denn ein unbeabsichtigtes schnelles und überforderndes Abtauchen in eine Extremspirale ist so gut wie ausgeschlossen, erfordert es doch vom Piloten einen deutlich hohen und somit bewussten Kraftaufwand und einen erweiterten Zugweg von deutlich mehr als 40 cm.

Erreicht man bewusst diesen Zustand, erfordert es Feingefühl, um den Illusion in diesem Zustand zu halten, denn der Schirm ist versucht, diesen Zustand selbständig durch Verlangsamung und Aufrichttendenz zu beenden. Die Kräfte sind gleichbleibend hoch.
Der Illusion ist unbeabsichtigt kaum in eine Steilspirale zu bringen, sondern muss aktiv und mit Kraftaufwand oder technischer Finesse in dieses Manöver geführt werden. Das unterstreicht die Zielvorgabe, eines gutmütigen und sehr praxistauglichen Schirmes nach der Ausbildung. Im Flug ist das Segel leichtgängig und sehr stabil um alle Achsen und überzeugt durch gutes Handling und gute Steigeigenschaften, sowie präzisen, direkten und flachen Kurvenflug.

Landung:
Die Landung gestaltet sich klassentypisch. Den Stallpunkt erreichte ich bei gestreckten Armen, bzw. mit halber Wicklung. Das Segel lässt sich sehr gut ausflairen und setzt bei Trimmgeschwindigkeit im Endanflug die Dynamik gut in Höhe um.


Gesamtfazit:

Der Illusion ist als Erstschirm nach der Ausbildung sehr gut geeignet! Hier dürfte der Illusion Piloten ansprechen, welche erste Erfahrungen mit dem Thermikfliegen machen wollen. Der Schirm ist erstklassig zu starten und vermittelt fortan ein gutes und unkompliziertes Fluggefühl . Ungewollte dynamische Flugmanöver sind nahezu ausgeschlossen und bedürfen kraftaufwendiger Eingriffe. Die Kalotte ist sehr klappresistent. Härterer Turbulenzen werden sehr gut ausgeglichen, aber gleichermaßen auch deutlich angezeigt, indem Rückmeldungen am Tragegurt erfolgen. Jedoch ist die Ausgeprägtheit der moderat abgedämpften Schläge sehr pilotenfreundlich und erhöhen das Sicherheitsgefühl immens.
Natürlich eignet sich der Illusion für erste kleinere Streckflüge an guten und ruhigen Flugtagen – die Geschwindigkeitsreserve mit gutem Gleiten ist jedoch rasch aufgebraucht (bis ca. 44 km/h brauchbar). Danach bricht die Leistung dann doch deutlich ein.

Im Gegenzug bekommt man ein erstaunlich klappresistentes und nach meiner Einschätzung sehr sicheres Segel an die Hand, dass in moderaten Windbedingungen richtig viel Spaß macht und dem Gelegenheitspiloten oder Neuling ein gutes Stück nach vorne bringen wird.

Kritikpunkte:

- Farbe der Leinenebenen zu wenig abgestuft (mit Sonnenbrille ist rot und orange kaum zu unterscheiden)
- sinnvoll wäre eine Mittenmarkierung an der Hinterkante des Segels