Elan 2 - EN - C

Die Verwendung von exzellenten Material in Kombination mit der hohen Mac Para Fertigungsqualität, machen aus dem Elan 2 den besten Semilight-Schirme am Markt.

Mission "Fly in Peace" wieder erreicht.


Mit dem ersten Elan brachte Mac Para einen wegweisenden Gleitschirm in die C Klasse, der eine enorme Leistung mit ruhigen und gutartigem Flugverhalten verband. Der Elan begeistert immer noch viele Piloten weltweit.

Der Elan 2 setzt diese Linie fort. Es eignet sich für alle ehrgeizigen und umsichtigen Piloten, die ein ausgezeichnetes Gleitverhältnis und ein agiles Handling suchen. Mit diesem ausgewogenen Schirm kannst du deine Flüge in entspannter Weise erleben.

Trotz seiner hohen Leistung ist der Elan 2 ein einfach zu fliegender Gleitschirm. Bei der Herstellung dieses bemerkenswerten Flügels in  Semi - Light Bauweise war es möglich, das Händling zu verbessern und die sportliche Agilität seines Vorgängers etwas zu übertreffen. Die Kappe gibt jederzeit ein gutes und ruhiges Feedback und ist sehr stabil. Ob bei schwachen Bedingungen im Flachland oder in anspruchsvollem Alpinen Gelände, der Elan 2 unterstützt sie. Dünne Tragegurte, leichte Materialien, ein hochmodernes Design und die aufwendig genähten 63 Zellen machen den Elan 2 zur ersten Wahl für XC-Piloten, für die Leistung und Sicherheit wichtig sind

Leicht und überall einfach zu starten.
Der Elan 2 ist als Semi Light Gleitschirm konzipiert - ab 4,45 kg in der kleinsten Größe. Das Ergebnis ist ein ausgewogener Gleitschirm mit einfachen Start - und überschaubaren Extremflugverhalten. Der Elan 2 hat eine Streckung von 6,27 und kombiniert hohe Leistung in der Top-C-Klasse, mit einem Flugkomfort, der eher in einem Low-End-Flügel erwartet wird.

Advanced Technologie
Das einzigartige Verstärkungssystem der Vorderkante machen den Elan 2 schneller im Trimmspeed als den ursprünglichen Elan. In Turbulenzen behält der Elan 2 außergewöhnliche Stabilität und Kollapsbeständigkeit bei. Er erfordert  nur minimale Korrekturen über die C-Gurte im beschleunigten Flug. Größere Griffe wurden auf den C-Tragegurten montiert und im Vergleich zum ersten Elan höher angebracht. Bequeme selbstreinigende Ausblasöffnungen auf den Flügelspitzen helfen, Sand, Gras oder kleine Steine  zu entfernen.

Geformt zur Perfektion
Dreifach 3D-shaping ermöglicht nicht nur ein neues Farbdesigns auf der Kappe, sondern auch eine erhöhte aerodynamische Qualität. Der neue Elan 2 verfügt über Miniribs an der Hinterkante, eine höhere Krümmung, eine glattere Vorderkante und dünnere ummantelte Leinen. All dies hilft, den Widerstand zu reduzieren und die Leistung des Elan 2 zu erhöhen. Die Spannung in der Kappe, zusammen mit den Verstärkungen, und die raffinierte Leinengeometrie  wurden für einen angenehmen Flugkomfort optimiert.

Du wirst seine Handhabung lieben!
Der leichte Bremsdruck am Anfang ermöglicht dir eine angenehme und sportliche Wendigkeit. Der Druck steigt zunehmend zum Ende des Bremsweges an, um Sicherheitsreserven zu haben. Dank der Stabilität des Elan 2 braucht man nicht viel auszugleichen. Mit Gewichtsverlagerung kann man Kurven noch leichter nehmen ohne das er zum graben neigt.

Wenden Sie sich an uns, um den Elan 2 für einen Testflug zu bestellen. Sie werden das neue Design und das Händling, dieses fliegenden Meisterwerkes lieben.


Technische Daten

 

  Elan 2
22 (XS)
Elan 2
24 (S)
Elan 2
26 (M)
Elan 2
28 (L)
Elan 2
30 (XL)
Elan 2
33 (XXL)
Elan 2
38 (XXL)
Zoom flat [%] 89 92 96 100 104 109 117.5
Area flat [m2] 22.18 23.7 25.8 28 30.28 33.27 38.66
Area projected [m2] 18.82 20.11 21.9 23.76 25.7 28.23 32.8
Span flat [m] 11.79 12.19 12.72 13.25 13.78 14.44 15.57
Aspect ratio flat 6.27 6.27 6.27 6.27 6.27 6.27 6.27
Root cord [m] 2.34 2.42 2.52 2.63 2.74 2.87 3.09
Cells 63 63 63 63 63 63 63
Weight [kg] 4.45 4.60 4.85 5.20 5.50 5.90 6.15
Weight range [kg]* 55-75 70-90 82-102 92-112 105-130 115-145 145-180
Weight range [lbs]* 121-165 154-198 181-225 203-247 231-287 254-320 320-397
Min. speed [km/h] 23-25 23-25 23-25 23-25 23-25 23-25 23-25
Max. speed [km/h] 38-40 38-40 38-40 38-40 38-40 38-40 38-40
Top speed (acc.) [km/h] 53-55 53-55 53-55 53-55 53-55 53-55 53-55
Glide ratio 10.5 10.5 10.5 10.5 10.5 10.5 10.5
Min. Sink rate[m/s] 1.05 1.05 1.05 1.05 1.05 1.05 1.05

* pilot equipped = weight naked + ca. 20 kg (44 lbs)


Video von Michael Rainer.



 ELAN 2
  TESTED by THERMIK MAGAZINE

 

Testpilot: Franz Sailer

 

Der Elan in seiner 2. Auflage: mehr Power. Spritzigkeit und auch Leistung ...

Mac Para hat 2014 mit dem Elan ein Erfolgsmodell vom Stapel gelassen und die Latte für einen würdigen Nachfolg dementsprechend hoch gelegt. Wir waren gespannt, ob und wie der neue Elan 2 Hürde meistern kann.

Der Elan 1 hat vor allem mit seinem ausgewogenen, komfortablen Gesamtkonzept und zudem mit einem recht unkritischen Extremflugverhalten gepunktet. Kein Wunder, dass er auch noch heute viele Piloten begeistert. Doch die Konkurrenz in der Sportklasse ist groß und der Leistungshunger der XC-Piloten ebenso. Advance hat zuletzt den Sigma 10 lanciert, Ozone den Delta 3 und Gradient den Aspen 6 ins Rennen geschickt, um nur drei nagelneue Vertreter dieser Klasse zu nennen. Mac Para kommt gerade rechtzeitig zu diesem Reigen und setzt ihrerseits mit der 2. Auflage des Elan das grundsätzliche Konzept des Vorgängers fort, das da lautet: „Ein leistungsstarker Sportklasseschirm ohne Allüren.“ Soll heißen: Neben Leistung steht vor allem Sicherheit sowie ein pflegliches Handling im Vordergrund. Darüber hinaus geht die tschechische Gleitschirmschmiede ebenso verstärkt den Weg, den viele Hersteller seit Jahren eingeschlagen haben: der Trend zur konsequenten Leichtbauweise. Folglich wurde der Elan 2 als Semilight-Version konzipiert und wiegt in der kleinsten Größe nur 4,6 kg, fast um 1 kg weniger als der Elan 1. Was hat der Neue sonst noch zu bieten?

 

KONSTRUKTION, MATERIALEN, DESIGN

Der Elan 2 wurde wiederum als lupenreiner Dreileiner konzipiert, mit 63 Zellen, gleich dem Vorgänger. Ansonsten hat der neue Sport- klasseflügel mit (leicht gewachsener) Streckung von 6,3 mit seinem Vorgänger nicht mehr viel gemeinsam. Christian Amon, Mitkonstrukteur und Testpilot bei Mac Para erläutert: „Das Profil unterscheidet sich schon einmal gravierend. Auch eine geänderte Shark Nose, wo die Luft- einlässe anders positioniert sind, kommt beim 2er zum Einsatz. Markant anders sind auch die Spannungsverläufe am Ober- und Untersegel. Der 2er wurde auch bewusst schneller im Trimm wie auch im Top-Speed gemacht.“ Das Resultat sei ein rasanter Sportklasseflügel in Semi-Leichtbauweise, bei dem sich auch das Handling nochmals verbessert haben soll. Eine hochmoderne Konzeption mit leichten Materialen machen den Elan 2 zur ersten Wahl für Streckenjäger, denen Performance und Sicherheit wichtig sind, ist man herstellerintern überzeugt. Trotz des Zieles, die Leistung des Elan 2 zum Vorgänger zu steigern, wurde das neue Konzept nicht völlig ausgereizt. Christian dazu: „Wir haben zum Beispiel bewusst keine durchgehenden Versteifungen am Obersegel verbaut. Das würde zwar im Schnellflug die Leistung einen Tick verbessern, doch das Handling wiederum verschlechtern. Solche Kappen absorbieren dann Turbulenzen nicht mehr so gut, werden deutlich härter und teilen die Schläge über die Tragegurte aus, so wie sie kommen.“ Die weiteren Elan 2-Konstruktionsmerkmale sind: eine neue Shark Nose mit den gewohnt aufgenähten Verstärkungen (Mylareinsatz) in Kombination mit dünnen Kunststoffdrahtver- steifungen (Stäbchen). Auch die sogenannten Rigidfoils kommen wiederum zum Einsatz. Diese dünnen, relativ kurzen Versteifungen sind zusätzlich zwischen den Eintrittsöffhungen platziert und vernäht. Das Ergebnis ist ein noch formtreueres Profil an der Eintrittskante. Das 3D-Shaping am Obersegel bildet teilweise den färbigen Designübergang.

Zum Elan-2-Innenleben: Die Querbelüftung erfolgt durch exakt dimensionierte Löcher (Cross Ports) in den Profilen. Jede tragende Rippe wird an drei Leinen aufgehängt. Diese Aufhängungspunkte sind hochwertig vernäht und zusätzlich verstärkt. Zwischen den einzelnen Stammleinengruppen sind spezielle Spannbänderverarbeitet, die die Segelspannung regulieren. An der Abströmkante wurde zudem ein dünnes, dehnungsarmes Band eingenäht, das für eine ausgeklügelte Spannungsverteilung über die gesamte Kappe sorgt. Miniribs am Achterliek sorgen letztendlich für perfekte Abströmung. Mac-Para-Gleitschirme entstammen zu 100 % aus europäischer Produktion, der Verwendung erstklassiger Materialien wird ein hoher Stellenwert eingeräumt. Beim Tuch kommt zur Gänze das Skytex von Por- cher Sport zum Einsatz. Nämlich ein Mix aus Skytex 38 Classic, 32 Universal und 27 Classic II. Für alle Rippen und Diagonalrippen wird Skytex 32 Hard mit E29 „Hard-finish”- Beschichtung verwendet. Dieser Tuch-Mix gibt dem Schirm den Vorteil, sowohl leicht als auch langlebig zu sein, heißt es seitens des Herstellers. Die Galerieleinen des Elan 2 bestehen aus unummantelten Aramid-Leinen von Edelrid mit unterschiedlichen Querschnitten, bei den Stamm- und Bremsleinen kommen ummantelte Dynemaleinen von Lyros (PPSL 191) zur Anwendung. Der 12-mm-Tragegurt von Cousin ist sauber verarbeitet und besitzt einen separaten Baby-A-Gurt, leichtgängige Harken- Rollen, Bremsleinen-Umlenkrolle, festsitzende Druckknöpfe, Wirbel an der Bremsleine sowie großzügige Schlaufen am C-Tragegurt. Die Edelstahl-Leinenschlösser sind mit Gummiringen gegen ungewolltes Verrutschen der farblich voneinander abgesetzten Leinen gesichert. Der Elan 2 kommt in rekordverdächtigen sieben (!!) Größen (55—180 kg Startgewicht). Dazu Christian Amon: „Es gab eine starke Nachfrage nach den großen Größen aus Skandinavien und dementsprechend Vorbestellungen. Außerdem wollen wir die Größe XXL bis 180 kg für den Tandembetrieb zulassen.“ Serienmäßig kommt der 2er in den drei Standardfarbkombis lime, blue und white, auf Wunsch sind Sonderfarben erhältlich.

START

Den Elan 2 24 ganz oben mit 91 kg beladen, starte ich erstmals mit meinem Testgerät Ende Juli am stark frequentierten Bischling in Werfenweng/A. Die Inversion ist hartnäckig, und ein kleiner Pulk von Frühstartern kämpft um jeden Meter, um nicht „abzusaufen“. Ob ich da mit meinem Startgewicht mithalten kann? Ich lege die Kappe schön bogenförmig aus, um den Seitenwind zu trotzen und sortiere die Leinen. Die ummantelten Stammleinen von Lyros (PPSL 191) neigen zum Verhaken und Verkringeln und müssen sauber getrennt werden. Schon ein leichter Zug an den A-Lei- nen genügt, die semileichte Kappe füllt sich rasch und vollständig mit Luft und zieht flott als ganzer Block Richtung Zenit. Auch bei schwierigen Windbedingungen gibt es kein Hängenbleiben. Sowohl an flachen Startplätzen als auch bei Windstille verwöhnt der Elan 2 mit vorbildlichem Füll- und Steigverhalten. Bei stärkerem Aufziehimpuls oder entsprechendem Gegenwind neigt der Flügel zum dezenten Uberschießen und kann dabei auch leicht hebeln. Dafür bleibt die Kappe auch bei steifer Brise brav am Boden liegen („Hockertypus“). Bei böigem Wind kann der Flügel jedoch schon mal einseitig hochschießen, um die Hochachse gieren und sich dabei auf die Nase drehen. Ist man rasch auf der Bremse, lässt sich jedoch die willige Kappe sofort korrigieren und zähmen. Der Elan 2 ist für den Windenschlepp zugelassen und eignet sich aufgrund seiner Steigfreude sowie seiner präzischen Steuerkorrektureigen- schaften sehr gut dazu.

FLUGVERHALTEN

Nach dem Start soare ich achternd am Osthang entlang und reihe mich nach einigen Metern Höhengewinn im Pulk des Hausbartes ein. Der Elan 2 fliegt deutlich schneller im Trimmspeed als der Vorgänger. Ganz oben beladen erreicht die Größe 24 satte 41 km/h im Trimm, der Elan 2 reiht sich damit im Sportklassesegment ganz oben ein. Ausgesprochen spurtreu - wie auf Schienen - pflügt sich der schnittige Flügel durch bewegte Luftmassen und hinterlässt dabei einen äußerst soliden Eindruck: Die mittelharte Kappe ist über die gesamte Spannweite sauber gespannt und arbeitet wenig in sich. Das Profil steht perfekt faltenfrei über dem Piloten, so brettert man effizient gegen den Wind oder zirkelt unbeirrt seine Thermikkreise.

Auch die Steuercharakteristik des Elan 2 ist vom Feinsten: Steuer- und Bremsinputs werden exakt und verzögerungsfrei umgesetzt, der Steuerweg im Arbeitsbereich ist angenehm kurz, der Steuerdruck niedrig bis mittel. Schon nach wenigen Minuten spürt man als Pilot diese herausragenden Stärken des Elan 2, sie sind ein Teil des insgesamt sehr gelungenen Handlings des Sportklasseflügels in allen Fluglagen.

Wie der 1 er ist auch der Neue superagil und wendig um die Rollachse geworden. Das Pit- chen (Nicken) ist beim 2er in Summe — wahrscheinlich auch durch die höhere Trimmgeschwindigkeit — eine Spur ausgeprägter als beim Vorgänger.

Thermikflug

Der Elan 2 kann als „agiler Flachdreher“ bezeichnet werden! Alleine durch Gewichtsverlagerung lassen sich perfekte Kurven mit minimalem Höhenverlust fliegen. Wer es dynamischer mag: Gewichtseinsatz und knackiger Zug an der kurveninneren Steuerleine erlauben schnelle Richtungswechsel. In der Thermik glänzt der Elan 2 vor allem dank seiner Präzision und Agilität. Der Flügel gehorcht wie auf Knopfdruck, er setzt jeden Zentimeter Steu- erinput oder Kilogramm an Gewichtseinsatz in die gewünschte Schräglage um. Da gibt’s kein Schieben, Gieren oder ständiges „Ohren- wackeln“. Sitzt man faul und unbeweglich im Gurtzeug, lässt sich der wendige Sportklasse- flügel auch gänzlich ohne Gewichtsverlagerung - lediglich mit Bremseinsatz - perfekt in das Thermikzentrum setzen. Sichtlich schlampig Kurven schadet dem Elan 2 auch leistungsmäßig kaum, unverdrossen zieht er saubere Kreise in den Himmel. Sind die Schultern müde und ausgelaugt oder die Hände klamm vor Kälte, begnügt sich der Elan 2 notfalls lediglich mit „Poposteuerung“. Im Lee bzw. in einem windzerrissenen Bart muss der Außenflügel schon mal kräftiger an die Zügel genommen werden. Er kann dann ab und an pitchen, Stöße über die Tragegurte verteilen und gelegentlich hebeln. Selbst wenn in derart schwierigen Bedingungen öfter mal Piloteninputs gefordert sind, zeigt doch die Kappe auch in einem wütenden Bart überraschend viel Homogenität und steckt Turbulenzen gut weg. Die Größe 24 mit 85 kg beladen, scheint die optimale Wahl zu sein.

Das bestätigt auch Christian Amon: „Den Elan 2 kann man auch mittig beladen, ohne beim Handling Abstriche hinnehmen zu müssen - dann setzt das neue Profil auch schwache Thermik sofort in Steigen um."

Beschleunigter Flug

Im Gas zeigt sich der neue Mac-Para- Sportklasseflügel solide, sehr spurtreu und vor allem - schnell! Der Topspeed von + 56 km/h ist in der C-Klasse ein Spitzenwert, und auch die Polare ist dabei absolut kompetitiv. Die Eintrittskante bleibt im Vollgas super gespannt, da gibt’s kein Eindellen oder Flattern an der Nase. Turbulenzen zeigt der Elan 2 im vollbeschleunigten Zustand weniger durch Verwinden der Kappe, als vielmehr durch Vibrationen der Tragegurte und durch leichtes Schwingen der Außenflügel an. Auch über die Ohren vermittelt die Kappe im Grenzbereich nur geringes Feedback. C-Steering gestaltet sich durch die großzügigen C-Handles absolut komfortabel. Wie bei Dreileinern üblich, knickt der Flügel bei stärkeren Pitchkorrekturen hinter der B-Ebene sichtbar ab, das Profil verformt sich jedoch bei Weitem nicht so unschön wie bei so manchen Hochleistern mit ebenso drei Leinenebenen.

Spaßfaktor & Extremflugverhalten

Der wendige, agile Elan lädt stets zum Spielen ein. Flott getrimmt, liefert der Flügel bei Manövern auch den nötigen Durchzug. Ob Steilspirale, hohe Wingover, asymmetrische Spirale ... Lernwillige haben mit dem tschechischen Sportklasseflügel ein tolles Gerät, ihr Können zu verbessern bzw. zu perfektionieren. Bei den absolvierten Testflügen in windiger, starker Thermik wurde ich von Front- oder Seitenklappern gänzlich verschont. Kein Wunder, im Trimmspeed ist die Kappe bombenstabil, im Vollgas ebenso, so prägt sich der kilometerhungrige Pilot die bestimmten Warnsignale im Grenzbereich bewusst ein und geht rechtzeitig aus dem Beschleuniger. Beim getesteten Extremflugverhalten - vor allem gezogene Klapper- spielt das Startgewicht eine tragende Rolle: Wir haben die Größe 24 dabei ganz oben beladen und waren erstaunt, dass unbeschleunigte Kappenreaktionen in Summe absolut überschaubar und vor allem sehr gut zu kontrollieren waren. Gezogene Seitenklapper ohne Faltleine aus dem Trimmspeed verliefen absolut unkritisch, Wegdrehen und Abkippen erfolgten moderat. Ausgesprochen gut lässt sich dabei der Flügel kontrollieren/stoppen. Die Öffnung der Deformation ist recht unterschiedlich, meistens öffnet der Klapper verzögert und weich. Auch unbeschleunigte Frontklapper gestalten sich in der Regel unspektakulär. Die Kappe öffnet stets verzögerungsfrei und durchwegs symmetrisch, auch das Vorschießen muss kaum gestoppt werden. Bei beschleunigten Seitenklappern dreht der Flügel flott ab, wird die Drehung nicht rechtzeitig gestoppt. Gelegentliche Gegenklapper blieben harmlos. Auch beschleunigte Frontklapper (müssen laut Betriebshandbuch speziell gezogen werden!) verlaufen klarerweise anspruchsvoller: Die Kappe kann schon mal asymmetrisch anfahren und stärker nicken.

ABSTIEGSHILFEN

Steilspirale
Kaum ein Flügel in der Sportklasse lässt sich so problemlos, effektiv und einfach spiralen wie der Elan 2. Verzögerungsfrei, jedoch nicht abrupt nimmt der Flügel Querneigung auf und geht zügig auf die Nase. In der Spirale liegt die solide Kappe satt in der Luft und kann perfekt kontrolliert werden. Nach dem Lösen der Innenbremse leitet der Sportklasseschirm auch bei hohen Sinkwerten selbständig aus und dreht infolge auch nicht unangenehm stark nach. Nach dem Exit bäumt sich der Flügel nur mäßig auf - alles in allem für den schnellen Notabstieg in turbulenter Luft bestens geeignet und klar fünf Sterne.

Ohren anlegen
Mit dem separaten Baby-A-Gurt ist das Ohrenanlegen sehr einfach einzuleiten. Die Ohren schlagen im Trimmspeed nicht und leiten selbständig mit Verzögerung aus. Mit vollem Beschleuniger flattert der äußere Teil im Fahrtwind und die Ohren müssen nach dem Freigeben zumeist aktiv aufgepumpt werden. Dies geht absolut rasch und zuverlässig. Effizienz: mittel bis hoch.

B-Stall
Die Einleitung erfordert durchschnittlich hohen Kraftaufwand, der Stall selbst ist angenehm zu halten. Die Kappe hat nur bei starkem Zug an den B-Gurten geringe Tendenz, sich zu verwinden bzw. kann ab und an gieren. Nach dem Lösen fährt die Kappe zuverlässig an ohne zu schießen. Für den Schnellabstieg absolut geeignet. Effizienz: hoch.

FAZIT

Der Elan 2 ist wie sein Vorgänger ein komfortabler Gleiter, fliegt sich jedoch mit einem Tick mehr „Power“ und „Spritzigkeit“. Nichtdestotrotz wurde das „Gute“ bewahrt, die positiven, bewährten Aspekte des Vorgängers beibehalten. Allen voran das hervorragende Handling und ein überschaubares Extremflugverhalten. Somit dürfte sich jeder Elan-1-Pilot ebenfalls unter dem Nachfolger sofort wohl fühlen. In Bezug auf das gesamte Flugverhalten bzw. die Pilotenanforderungen ist der neue Sportklasseschirm von Mac Para in der Mitte der C-Klasse einzuordnen, sodass auch nach wie vor Aufsteiger aus der B-Klasse mit dem Elan 2 zurechtkommen sollten. Der Neue wird vor allem die leistungshungrigen XC-Piloten begeistern, welche den höheren Trimmspeed als auch den tollen Topspeed in viele echte Kilometer ummünzen können. Unterm Strich fliegt sich der Elan 2 mit einem Plus an Performance etwas „flotter“ als sein Vorgänger, wenngleich nach wie vor durchaus mit einer gewohnten Portion Komfort - zweifelsohne ein würdiger Nachfolger!

PILOTENKOMMENTAR

Den Elan 2 hätte ich zusätzlich noch gerne in der nächsthöheren Größe M mit einem Race-Gurtzeug getestet. Leider war für einen raschen Test nur der S verfügbar, so musste ich den Flügel trotz meiner leichtesten Ausrüstung ziemlich oben belasten. Punch und Dynamik des 24er haben mich mit dieser Beladung vollends begeistert. Gegen den Wind im Gas ankämpfen, war mit dem Elan 2 eine willkommene Herausforderung. Wetter- und zeitbedingt ist mir ein wirklich großer Flug von 150 oder 200 km versagt geblieben, denn mit dem schnellen SportKlasseflügel kann man wahrlich Kilometer fressen - und trotzdem komfortabel kurbeln und sich wohl fühlen!

Was uns gefiel: feines Handling, hoher Top-Speed
Was anders ist: gut funktionierende, großzügige C-Handles
Was uns fehlt: nichts

KURZBEWERTUNG
STARTEIGENSCHAFTEN Vorwärtsstart
****
Fasst gut Luft, kommt zuverlässig hoch, muss am Zenit in der Regel gestoppt werden.
Rückwärtsstart
*****
Grundsätzlich einfach, startet bei konstantem Zug an den A-Leinen auch bei Nullwind sicher, kurze Startstrecke.
Starkwindhandling
****
Gut zu korrigieren, leichte Schießtendenz, kann bei Starkwind hebeln, Kappe bleibt am Boden liegen, giert gelegentlich um die Hochachse bzw. zieht einseitig hoch.
FLUGVERHALTEN Agilität/Wendigkeit
*****
Stets agil und wendig, fein abgestimmtes Rollmoment, in bockiger Luft pitchfreudiger als der Elan 1, muss dann ab und an stärker abgebremst werden.
Steuerverhalten
*****
Kurzer Steuer- bzw. Arbeitsweg, angenehmer Steuerdruck, setzt Impulse direkt und verzögerungsfrei um.
Klappverhalten
****
Unbeschleunigte Front- und Seitenklapper überschaubar, Kappe dreht flotter weg, Flügel lässt sich jedoch sehr gut stützen, Klapper im Gas: stärkeres Wegdrehen und klassentypisches Vorschießen mit gelegentlicher Gegenklappertendenz.
Beschleunigter Flug
*****
Kurzer Beschleunigerweg, angenehmer Pedaldruck, sehr spurtreu, großzügige C-Schlaufen, toller Topspeed gegen den Wind.
Dämpfung/Stabilität
****
Stabile Außenflügel, stets guter Kappeninnendruck, gut beladen kaum Tendenz sich zu verwinden, kann leicht hebeln.
ABSTIEGSHILFEN Ohrenanlegen
*****
Einfach mit Baby-A Gurt einzuleiten, Ohren schlagen nicht, Ausleitung im Trimmspeed selbstständig, mit Beschleuniger verzögerte Öffnung.
B-Stall
****
Einleitung erfordert durchschnittlichen Kraftaufwand, angenehm zu halten, keine Tendenz sich zu verwinden, kann etwas gieren, fährt zuverlässig an ohne zu schießen.
Steilspirale
*****
Geht flott auf die Nase, perfekt zu kontrollieren, leitet selbständig aus, dreht aber auch bei hohen Sinkwerten nicht stark nach, durchschnittliches Aufbäumen beim Exit.
Eignung Erfahrene, ambitionierte XC-Piloten.
Wertung * mangelhaft ** durchschnittlich  *** gut
**** sehr gut ***** ausgezeichnet

 

 



Erfahrungsbericht ELAN 2

Erfahrungsbericht Gleitsegel
Mac Para – Elan II 28 von Jürgen Karthe

Der Mac Para Elan 2 in der Größe 28 (bis 112 kg Startgewicht/ tatsächliches Startgewicht 107) wurde auf einer Exkursion in Makarska/ Kroatien und in Mostar/ Bosnien-Herzegowina geflogen. Die Bedingungen reichten von knackiger Frühjahrsthermik bis hin zu laminarem Soaring in Mostar.


Zur Konstruktion des Elan 2:

Der Elan 2 weist 63 Zellen, bei einer ausgelegten Streckung von 6,27 auf. Der Schirm ist EN-C zertifiziert und bis sage und schreibe 180 kg Anhängelast, in der Größe XXL , verfügbar.
Beim Elan2 handelt es sich laut Hersteller um eine Semi-Light Bauweise. Light ist auf den ersten Blick jedoch nur das Untersegel. Das Schirmgewicht im mitgelieferten Zellenpacksack betrug in der Größe 28 dann doch stolze 5,8 kg/ Größe 28, das reine Schirmgewicht ca. 5,1 kg. Das Packvolumen ist ebenfalls nicht gerade klein und vorgegeben durch den Zellenpacksack und die Nylondrähte.
Dafür sind die Materialien durchweg wertig und robust – und unterscheiden sich deutlich zur EN-C Konkurrenz (insbesondere die Leinen).
Tragegurt:

Der Tragegurt wirkt aufgeräumt und selbsterklärend. Die A-Gurte sind farbig rot gehalten und geteilt (Ohrenanlegehilfe). Auf Ebene A befinden sich 3 – auf B 4 – auf C 3 Stammleinen. Der Elan ist ein sog. Dreileiner.
Die Umlenkrollen sind allesamt hochwertige Harken-Rollen. Die Bremsrolle besitzt eine Umlenkrolle aus Metall. Der Bremsgriff besteht aus Gurtband mit flexiblen Steg.
Oberhalb des Griffes befindet sich im Übergang zur Bremsleine ein verbauter Wirbel.
Alles am Tragegurt wirkt hochwertig und durchdacht. Der sogenannte C-Riser ist gut dimensioniert und verarbeitet. Der Schirm lässt sich damit beschleunigt gut anlenken .
Die Einhängeschlaufen des Elan 2 sind breit und verhindern somit ein Rutschen in den Karabinern und sorgen im Karabiner für eine gleichmäßigere Kraftverteilung.
Insgesamt liefert Mac Para einen perfekten Tragegurt ab. Die Steifigkeit des 1,2 cm messenden Gurtbandes liegt im Idealbereich. Die zusätzlichen farblichen Vernähungen lassen ein Verwechseln und Verdrehen kaum zu.

Leinen:

Die Stammleinen sind farbig gehalten und erfreulicher Weise sind die A-Leinen, wie auch der A-Gurt in rot gehalten. Eine weitere Stammleine sticht aus dem Paketbündel hervor. Die Stabiloleine auf der B-Ebene ist ebenfalls in rot ausgeführt. Die Bremsleine ist orangefarben. Alle übrigen Leinen sind Mac Para typisch in Gelb gewählt.
Betrachtet man die gesamte Farbgebung, so fällt auf, dass alle Funktionsleinen optisch in Signalfarbe rot oder orange ausgeführt sind. Da bedarf es keiner weiteren Erklärung – das Prinzip ist selbsterklärend und gut gelöst.
Die Stammleinen sind entgegen vieler Mitkonkurrenten ummantelt und im Neuzustand etwas steif. Dieses dürfte sich bei Gebrauch aber ändern.
Im oberen Stockwerk verwendet Mac Para dagegen nicht ummantelte Leinen, unterschiedlicher Dimensionen.
Die Verarbeitung der Materialien wirkt hochwertig und durchdacht, alle Vernähungen sind sehr sauber ausgeführt und weisen einen hohen Standard auf.

Kalotte:

Markant am Segel des Elan 2 ist die Eintrittskante. Diese weist eine markante Sharknose auf und ist mit formstabilen Kunststoffstäbchen, sowie auch mit Mylartapes in Form gebracht. Zwischen den Zellenöffnungen befinden sich weitere formgebende Kunststoffstäbchen, welche ein leistungsminderndes Flattern bei beschleunigtem Flug verhindern sollen und für eine stabile Nase auch bei höherer Geschwindigkeit sorgen. Die Ausrichtung des Segels wird deshalb schon bei den Konstruktionsmerkmalen ersichtlich – maximale Aerodynamik auch beim beschleunigten Flug und die Minimierung von Profilungenauigkeiten bei Krafteinwirkung.
Weitere ca. 60 cm lange Kunststoffstäbchen befinden sich in der Oberseite des Achterlieks.
Diese reichen bis an die Minirips an der Austrittskante. Dieses sorgt für eine saubere „Bremsklappenfunktion“, ähnlich wie bei einem Flugzeug. Umlenkösen (Raffsystem) an den äußeren Enden der Hinterkante sorgen für ein weitgehend differenziertes Anlenken durch die Bremsen.
Die Aufhängungen im Segel sind auf sogenannte Gibbonbögen geführt, welche aus Mylar mit Kunststoffstäbchen bestehen. Diese sorgen für eine gleichmäßige Lastverteilung im Segel und an den Anlenkpunkten.
Zudem sind im Segel Querzugbänder verbaut. Die Konstruktion des EN-C Schirmes Elan 2 ist sehr aufwendig und eindeutig auf Stabilität, sowie gleichzeitig auf Aerodynamik und Leistung ausgerichtet. Da wundert es nicht, dass das Packmaß (vorgegeben durch den gut dimensionierten Zellenpacksack) etwas größer ausfällt, als bei der Konkurrenz. Auch die Faltung des Segels ist mehr oder minder durch die vielen Nylondrähte im Segel vorgegeben.Diese sind aber ausnahmslos sehr knickstabil und auch formbeständig.
Im Gesamtfazit hat Mac Para viel Aufwand betrieben, eine faltenfreie und aerodynamische Kalotte aufzubauen. Der Preis dafür ist auf dem ersten Blick ein etwas höheres Segelgewicht, das am Aufwand gemessen aber dann doch moderat ausfällt.
Start:

Ich habe den Mac Para Elan2 bei unterschiedlichen Bedingungen getestet.
Hierbei habe ich festgestellt, dass bei allen Bedingungen eine deutlich bogenförmige Auslegung des Segels empfehlenswert ist. Andernfalls kam es häufiger vor, dass sich beim Aufziehen die Ohren leicht verhängten. Hierbei war es egal, ob nur die inneren oder im Zusatz auch die äußeren A-Leinen benutzt wurden.
Bei Nullwind benötigt die Kappe einen schwungvollen Impuls, um dann gleichmäßig ohne Hängen zu bleiben und ohne Pitchtendenzen in den Zenit zu steigen. Das Segel ist hierbei richtungsstabil und gut zu kontrollieren.
Bei stärkerem Startwind fasst die Kalotte über ihre sehr detailreiche und ausgeklügelte Eintrittskante von der Mitte her Luft und baut schnell gleichmäßigen Druck auf. Fortan lässt sich die Kappe leicht führen und neigt in keinem Moment zu schießen. Dabei ist sie richtungsstabil und jederzeit korrigierbar.

Flug:

Hier entfaltet sich das Potential des Elan 2. Leichte Aufwinde setzt das Segel unmittelbar in Steigen um. Ein Aufstellen bei Thermikeinflug konnte nicht festgestellt werden. Ebenfalls überzeugt die Stabilität um die Hochachse. Trotz knackiger Frühjahrsthermik mit Steigwerten um 4-5 Meter, konnten keinerlei markante Pitchwerte registriert werden. Der Elan 2 stabilisiert Pitchansätze weitgehend selbst, was ein großes Vertrauen an den Piloten vermittelt.
Einfliegen in den Aufwind erfolgt nahezu ohne Aufbäumen. Der Elan 2 setzt solche Komponenten durch nur minimales Anstellen sofort in Höhe um.
Vorgegebene Kreise mussten selten nachgezogen werden. Bereitwillig nimmt der Elan 2 die gewünschte Schräglage ein und behält sie markant gut bei. Es gibt kein Schieben und gieren am Segel. Ein Graben, bzw. selbständiges Beschleunigen in Kurvenlagen, bzw. ein selbständiges Aufrichtmoment konnten nicht festgestellt werden.
Der Elan 2 hat keinen Bremsenleerlauf. Dennoch setzt eine deutliche Reaktion des Segels erst nach ca. 5 – 10 cm Zugweg ein.
Mit zusätzlichem, aber markantem Gewichtseinsatz ist in diesem Zugbereich ein Drehen ohne merklichen Höhenverlust (in toter Luft) möglich.

Leistung:

Der Elan nimmt Steigen sehr gut an und verhält sich hierbei ruhig und vertrauenserweckend. Das Aufgleiten im Gegenwind funktioniert sehr gut.
Der Schirm ist stabil und ein Arbeiten in sich konnte nicht festgestellt werden. Ein Gieren im Seitenwind konnte ebenfalls nicht festgestellt werden. Das Segel fliegt jederzeit richtungsstabil und zeigt über die Tragegurte deutlich an, wo die Thermik zu finden ist.
Die subjektiv empfundene Gleitleistung bewegt sich gefühlt im oberen Segment der C-Klasse. Aufgrund der anspruchsvollen Flugbedingungen konnten verlässliche Messwerte jedoch nicht erhoben werden. In der ersten Beschleunigerstufe legt der Schirm ca. 8 – 9 km/h zu. Hierbei bemerkt man keinen Unterschied zur Leistung und Sicherheit zum Trimmflug.
Fluggefühl:
Der Elan 2 vermittelt durch seinen mittelhart wirkenden Gesamteindruck ein gutes und verlässliches Gefühl zur Kappe. Die Bremskräfte bewegen sich im Klassenvergleich in einem mittleren Bereich und sind im Arbeitsbereich als gering zu bezeichnen. Ab 50% bis zum Stallpunkt nehmen die Kräfte deutlich zu und sind vor dem Stall markant hoch.

Der Beschleuniger ist leichtgängig (geflogenes Gurtzeug X-Alps GTO) zu betätigen und über längere Strecken mühelos zu halten.

Ohren anlegen:

Der Elan 2 hat einen 2-geteilten A-Gurt. Die Ohren lassen sich über die äußere A-Leine sehr einfach einholen. Fortan bleiben sie stabil drinnen und neigen nicht zum Schlagen oder Wiederöffnen. Die Effektivität kann durch Nachziehen gesteigert werden.
Beim Öffnen reicht ein deutlicher Bremsimpuls. Die Ohren öffnen dann von innen nach Außen gleichmäßig und neigen nicht zum Aufschnalzen.
Spiraldrehung:
Mit dem Elan macht das Spiralen geradezu Freude. Er neigt nicht zum Wegtauchen. Eine Eigenbeschleunigung konnte zu keiner Zeit festgestellt werden. Kurven lassen sich leicht einstellen und werden in der Vorgabe beibehalten. Sie lassen sich dann kontinuierlich weiter zuziehen und auf gewünschte Sinkwerte einstellen. Ein selbständiges Aufbäumen des Schirmes in der Kreisbewegung war nicht vorhanden.
Die Ausleitung gelang in der Folge ebenso einfach, indem man die Innenbremse etwas nachgab. Das Segel sollte wie gewöhnlich in der Kreisbahn, auf der Außenseite, etwas gestützt werden.

B-Stall

Ein B-Stall wurde nicht durchgeführt

Landung/ Flairverhalten:

Die Landung mit dem Elan2 gestaltete sich einfach. Das Flairverhalten des Elan 2 ist vorbildlich – der Stallpunkt kündigt sich deutlich an.
Der Schirm lässt sich beim Reinbremsen (Pumpen) gut erfühlen.

Störungsverhalten:

Sicherheitstechnisch ist bei mehreren provozierten Einklappern kein Verhängen der Ohren feststellbar gewesen. Die Öffnung erfolgte jeweils verzögert, zumeist Zelle für Zelle und weich.
Gegenklapper konnten bei unseren Flügen nicht festgestellt werden. Das Segel lässt sich bei kleineren Einklappern gut kontrollieren. Ein Wegdrehen erfolgt nur verzögert.Bei Kolossalstörungen (tiefer Frontkollaps mit Teilentleerung) kann das Segel klassentypisch auch größere Dynamik entfalten, öffnet aber selbständig und schnell und kehrt recht schnell in den Normalflug zurück.


Fazit:

Der Elan 2 ist die konsequente Weiterentwicklung des Ur-Elans. Der Aufbau des Segels ist neben der Wertbeständigkeit, eindeutig auf saubere, aerodynamische Umsetzungen – sprich auf Verbesserung der Flugleistung – ausgerichtet.
Beim Elan 2 besticht die hochwertig und durchdacht verarbeitete Eintrittskante, die der Garant für die gute Auftriebskraft am Segel und deren Stabilität in turbulenten Bedingungen sein dürfte.
Ein gut durchdachtes Leinenkonzept sorgt zudem für weitere Widerstandsarmut in den unteren Stockwerken.
Pilotenempfehlung:
Umsteigern aus unteren Klassen muss die relativ hohe Streckung des Schirmes bewusst sein, was mitunter etwas weichere Außenflügel bedingt. Je nach Startwindsituation belüften die Ohren dadurch etwas verzögert. Das Segel lässt sich dennoch sehr einfach starten.Flug-/ und sicherheitstechnisch lässt sich das Segel wie ein High-Level B-Schirm pilotieren. Es ist klappresistent und überfordert den Piloten nicht. Ich empfehle eine Zuladung im oberen Drittel des Gewichtsbereiches.



Erfahrungsbericht von Ziad Bassil

Mac Para Elan 2 size 26 (85-102)

The Elan 2 is Mac Para new 2017 C glider. The leading edge has a shark nose, lower lines are sheathed, and the upper galleries are unsheathed. Again it seems that with the Eden 6 , Mac Para glider construction is being enhanced and quite neat. The leading edge looks very taught and its shape looks very clean.

Launching the Elan 2 is easy for a C pilot. When pulling the A’s there’s no hanging back and no surging forward.

I flew the Elan 2 26 at 99 all up with an X-rated 6 harness. The brake travel can be described as moderate to precise in the first part. 15 to 20 cm can steer the glider easily. Inducing turns inside thermals shows a fair agility for the Elan 2 ,and could be similar to the Elan 1 26 i test flew 2,5 years ago.
I also flew the Elan 2 24 at 88 all up with a Forza harness. The 24 can be steered with only 10 cm having a moderate pressure. The handling and the way to turn the 24 is really nice. Much better than the 26 with quicker brake authority as usually seen on smaller gliders. At +15 cm and beyond, of brake travel, the Elan 2 has a slightly harder brake travel and its only used to control pitch movements.

This new construction showed me a super strong leading edge. The feeling underneath is quite tamed. The leading edge felt like a solid structure above my head. I tried many times to pull the A’s on the 26, in order to induce frontals, and it was indeed a difficult task ! They need a super hard pull to get the leading edge into a collapse.
In very weak conditions, with thermals less than 0.3 m/s this tamed feeling, erases the feel of hooking those tiny lifts. Exactly like the Delta 3 ML feeling in weak stuff.
In stronger thermals, the Elan 2 26 hooks nicely, a neutral pitch in smooth thermals and a slight pitch back in turbulent ones. In overall thermal flying, the Elan 2 26 seems an easy and tamed C glider. A pilot on the Elan 1, won’t need any upgrade in pilot level, if he goes to the Elan 2 26. I also think that a good pilot on an Eden 6 ,will fly the Elan 2 26 easily. That’s the first strong point of the Elan 2 26.
The Elan 2 24 is more dynamic. I think i can place it in the middle of the C category ,not for its comfort which is still superb! but for its dynamic handling and energy retention.

The way to steer the 24 can be described as precise, nimble and agile. I also felt something strange…Yet i was on top weight of the 24, i felt weak thermals better than being 98 on the 26. The leading edge breathes slightly better and floats well.
Yet again on the 24 at 88 all up, i felt that sometimes in tricky conditions, i had some difficulty in sliding through the airmass with a pitch back at times that slows the ability to surf upward.

Both gliders have some vibration through the risers in turbulent conditions. Felt more on the 24.
I still think that the Elan 2 26 and 24 are indeed very comfortable gliders, probably slightly more piloting needed than the Elan 1, with lots of performance for the middle C category with only 6.2 aspect ratio.

Now the second strong point of the Elan 2 26 and 24 is the trim and top speed !
Flying the Elan 2 26 next to a Cayenne 5 XS which is already known for its fast trim, (similarly loaded ) showed me an impressive +2 km/h trim speed for the Elan 2 26 over the C5 ! !
Many glide attempts in calm air, showed me that the trim speed is faster + 2 km/h and the top speed is also faster by + 2 to 3 km/h similarly loaded !
The Elan 2 is trimmed fast ! That’s why in those small weak thermals -0.3 m/s a pilot needs lots of concentration to feel and hook them.

The glide angle ‘in calm air’ could be ‘super’ close to the best C gliders available today. It’s in turbulent conditions and facing a valley breeze, that sometimes i felt that the leading edge is reluctant to surf efficiently the airmass in order to move forward. Nevertheless, it remains among the top 5, (C rated) gliders in glide efficiency. I’ll update my C comparison soon for little more details .

Induced asymmetric on the 26 are easy to maintain with a direct flight and reopen quickly. Big ears are stable at trim speed. With lots of bar, they slightly shake. They do not reopen by themselves. A dab on the brakes needed to reopen them quickly.
Induced asymmetric on the 24 are slightly more dynamic but easy to maintain a straight direction. Big ears are stable, both at trim and accelerated. They do not open by themselves and need pilot input.
The speed bar has a moderate pressure and the leading edge is still solid at bar.
The glide angle at full bar is also very competitive to place the Elan 2 26 and 24 among the 3 top gliders of the moderate aspect ratio 2017, C category.
pushing the bar is usable with a very solid leading edge at least at 85 % of the travel.

*The pluses : + Comfort on the 24 and 26 , + speed on the 24 and 26 , + handling on the 24.

*The average plus: Handling on the 26 (probably needs more weight to reach 102)

*What i would wished for: More leading edge efficiency in cutting through the airmass.

Conclusion: The Elan 2 26 could be one of the most easy to fly C glider. Easier and more tamed than the Delta 3 ML. It’s better to fly it at the top weight in order to diminish as best as possible the pitch back in entry. The climb rate in weak is ok which is close to the Delta 3 ML i have tested earlier. The trim speed is very good for ridge flying, and the top speed for fast transitions.
The size 26 could be a nice C glider for B pilots going into that category for the first time.

Cheers,
Ziad